Streaming als Zukunft der Musikindustrie?

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„Ich glaube fest daran, dass Streaming die Zukunft einer gesunden Musikindustrie ist.“
Diese Aussage traf Lyor Cohen, ehemaliger Chef der Warner Music Group und des HipHop-Labels Def Jam, Anfang des Jahres 2014 während der internationalen Musikmesse Midem. In den letzten Jahren ist die Digitalisierung der Musikindustrie bereits weit fortgestritten und auch das Musikstreaming ist allgegenwärtig. Doch wie soll die Zukunft von Diensten wie zum Beispiel Spotify aussehen? Worauf kann sich der User einstellen?

Streaming soll auch in Zukunft ein fester Bestandteil der Musikindustrie bleiben und seinen Einfluss auf den Musikmarkt stärken. Die kostenlosen und durch Werbung finanzierten Angebote sollen nach und nach abgeschafft und durch zunächst preiswerte Abos ersetzt werden. Die Gebühren sollen dann jedoch kontinuierlich steigen, um es auch für „kleinere“ Künstler attraktiv zu machen, ihre Titel in den Bibliotheken der Streaming-Dienste bereizustellen. Zurzeit bekommt ein Künstler pro gestreamten Song zwischen 0,0006 und 0,0084 USD. Rentabel ist dieser Ertrag gegenwärtig nur für bekannte Interpreten. Des Weiteren soll dafür gesorgt werden, dass die Portale dem User die Möglichkeit bieten, neue und unbekanntere Musiker zu entdecken, um diesen eine bessere Vermarktung zu ermöglichen.

(JavaScript by AmCharts)

Weitere Punkte, die in Zukunft verbessert werden sollen, sind die Anbindung an soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook oder Twitter und die Möglichkeit der Personalisierung durch unter anderen nutzerspezifische Playlisten. Auch auf die Verständlichkeit der Bedienung von Streaming-Programmen bzw. -Apps soll zukünftig mehr geachtet werden, um diese Art des Musikhörens für alle Generationen interessant zu gestalten. Da die Vielfalt und Vollständigkeit der Streaming-Bibliotheken schon jetzt Kriterien sind, die über den Erfolg des Portals entscheiden, sollen auch diese weiter verbessert werden.

Grammophon mit Streaming-Diensten

Auch Unternehmen wie zum Beispiel iTunes, die schon fest am digitalen Musikmarkt etabliert sind, planen den Launch von Streaming-Diensten. Dadurch, dass diese Portale eine globale Reichweite und große Finanzstärke besitzen, wäre eine Neuordnung der Martkführenden im Bereich Musik-Streaming möglich. Das Nutzen von mobilen Geräten zum Streamen von Musik soll ebenfalls erleichtert werden. Indem die jeweiligen Anbieter mit Telekommunikationsunternehmen zusammenarbeiten, könnten beispielweise Musik-Flatrates in die Datentarife für mobiles Internet eingebunden werden.

Zusammengefasst kann man sagen, dass sich das Musik-Streaming mit einigen Innovationen weiter verbreiten und seinen Marktanteil vergrößern wird. Trotzdem wird es in absehbarer Zeit digitale Downloads nicht vollständig ersetzen.